Israelaustausch: Im März geht es nach Israel

Israelaustausch: Im März geht es nach Israel

Text: Johanna Paul, EF / Foto: Nina Pape

Dieses Jahr gab es erstmals die Chance für alle EFler, am sogenannten Israelaustausch teilzunehmen. Vom Gymnasium Petershagen, dem Ratsgymnasium Minden und dem Gymnasium Porta Westfalica durften jeweils 4 Schüler*innen an diesem Austausch mit der Highschool in Giv‘atajim (etwa 10 Minuten von Israels Hauptstadt Tel Aviv entfernt) teilnehmen. Begleitet wurde der Austausch von Nina Pape, zwei israelischen Lehrern und einem weiteren Lehrer.

Los ging es mit einer Zugfahrt zum Flughafen Düsseldorf am 28. Januar. Dort empfingen wir unsere Gastschüler und fuhren dann mit dem Zug zurück nach Minden, wo es in der Mensa ein gemeinsames Essen, organisiert von den deutschen Gasteltern, gab. Am späten Abend nach einem sehr langen Tag und mit vielen müden Gesichtern ging es dann mit den Eltern in die Gastfamilien.

Der Austausch war geplant vom 28. Januar bis zum 3. Februar. Den ersten Teil der Woche verbrachten wir in den vier Städten Petershagen, Porta Westfalica, Bückeburg und Minden. Geprägt waren diese Tage vor allem von vielen Führungen, beispielsweise durch das Schloss Bückeburg und durch die Stadt Minden, sowie auch von Besichtigungen der Synagogen und den Stolpersteinen. Die Führungen waren selbstverständlich auf Englisch, der gemeinsamen Fremdsprache.

Am Donnerstag ging es morgens recht früh los. Wir trafen uns am Mindener Bahnhof und traten unsere zweieinhalbstündige Zugreise nach Berlin Ostkreuz an. Untergekommen sind wir in der dortigen Jugendherberge. Noch am selben Nachmittag ging es zum Alexanderplatz und zu der „Mall of Berlin“, einem Einkaufszentrum auf mehreren Etagen, in dem man Stunden mit Shoppen verbringen kann. Und das stand dann auch für uns auf dem Plan: dreistündiges, ausgiebiges Shoppen!

Nachdem wir uns ausgepowert vor dem Einkaufszentrum wieder trafen – mittlerweile war es dunkel geworden -, ging es für uns weiter durch Berlin. Auf dem Plan standen die Mahnmäler der ermordeten Juden, Sinti und Roma und der LGBTQ+ (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender, also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender). Einer der Begleitpersonen hat uns die Hintergrundgeschichte der Denkmäler nähergebracht und wie diese Menschen, für die diese Denkmäler errichtet wurden, im dritten Reich behandelt beziehungsweise auch getötet wurden.

Anschließend an diese doch sehr bewegende Tour gab es Abendessen in der Jugendherberge. Der Abend wurde abgeschlossen mit einem Discobesuch im Matrix.

Am Freitag besuchten wir das Haus der Wannsee-Konferenz, in welchem die Ermordung der Juden beschlossen wurde. Unsere Gruppe, bestehend aus insgesamt 24 Schülern und Schülerinnen und drei Lehrern beziehungsweise Begleitpersonen, wurde in deutsch- und hebräischsprachige Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekam eine Führung in der jeweiligen Muttersprache.

Am Nachmittag durften wir uns dann den Reichstag angucken und auch mit einem Abgeordneten der FDP sprechen.

Am Abend stand nach dem Abendessen ein Spaziergang an der East Side Gallery an. Die Überreste der Berliner Mauer sind heutzutage mit Kunstwerken aller Art geschmückt und viele Zitate zieren die ehemalige Mauer.

Nach einem letzten gemeinsamen Gruppentreffen am Samstag, bei welchem wir die Reise noch einmal Revue passieren lassen haben, verabschiedeten wir uns von unseren israelischen Gastschülern am Berliner Flughafen Tegel. Auch für uns deutsche Schüler*innen war hier die Reise beendet und wir fuhren mit dem Zug zurück nach Minden, wo wir schon sehnlichst von unseren Eltern erwartet wurden.

Der zweite Teil des Austausches beginnt für uns dann am 19. März um vier Uhr morgens am Flughafen Hannover. Von dort aus fliegen wir nach Israel und lassen uns u.a. die israelische Kultur näherbringen.

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